Jacques Delors stand von 06 Januar 1985 bis 23 Januar 1995 an der Spitze der Kommission. Unter ihrer Regie kam es zu wichtigen Haushaltsreformen, und sie gab dem europäischen Einigungsprozess wichtige Impulse – nicht zuletzt durch die von ihr vorangetriebene Unterzeichnung der Einheitlichen Europäischen Akte im Februar 1986. Jacques Delors und seine Kommissare gelten als „Väter des Euro“. Sie vollendeten zudem die Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion, die durch den Vertrag von Maastricht (1992) begründet wurde. Das Ende seiner Amtszeit wurde von der dritten EU-Erweiterung geprägt: 1995 begrüßte die EU der 12 Mitgliedstaaten drei neue Mitglieder (Österreich, Finnland und Schweden).